Der Rheingau gehört zu den 13 Weinanbaugebieten, in denen deutsche Weine produziert werden. Wie der Weinbau rund um den Rhein reicht auch die Geschichte des Weinbaus im Rheingau bis in die Römerzeit zurück. Die Legende besagt, dass die Weinberge im Rheingau in Vergessenheit geraten waren, aber dank Karl dem Großen wieder aus der Asche aufsteigen konnten. Er soll von seiner Burg aus gesehen haben, dass auf einem Hügel jenseits des Rheins der Schnee viel schneller schmolz als in der Umgebung. Daraufhin befahl er, dort Weinberge anzulegen, und von da an waren die Weine aus dem Rheingau über die Grenzen hinaus bekannt.
Die Weine aus dem Rheingau stammen aus einem Gebiet, das sich nördlich des Maines und des Rheins und südlich der Bergkette des Taunus erstreckt. Zwölf Städte besitzen Weinberge, die zur Herstellung der Rheingauer Qualitätsweine dienen. Hier sind über 3000 Hektar Weinberge an den perfekt nach Süden ausgerichteten Hängen verankert.
Das Klima im Rheingau ist besonders mild. Die Weinberge werden durch den Taunus geschützt und gedeihen im Laufe der Jahreszeiten mit einem schönen Kontrast zwischen gemäßigten Wintern und heißen Sommern. Die Geologie ist hier vielfältig: Die Böden bestehen aus Mergel, Schiefer, Schluff, Quarz, Feuerstein, Sandstein und Kalkstein.
Dies ermöglicht es, unterschiedliche Charakter der ikonischen Rebsorte Riesling zu kreieren. Die Rebsorte reift langsam und gleichmäßig und entwickelt dank der unterschiedlichen Reifegrade eine breite Palette an Nuancen. Auch Spätburgunder (Pinot Noir) gedeiht im Rheingau
Von trockenen Weinen bis zum Eiswein, findet man im Rheingau eine reiche Palette an Weinstilen, deren herrliche Frische und Frucht eine wahre Gaumenfreude bereiten, dennoch weisen diese Weine eine hervorragende Reifepotenzial auf.